Hilfe zur Selbsthilfe
Wie soll jemand den Mut haben, sich selbst zu helfen, wenn er sein Leben lang von Institutionen und Organisationen in Abhängigkeit gehalten wurde, wenn man ihn immer wieder gelehrt hat, nur schön brav auf die Ratschläge der Fachleute zu vertrauen, die am besten wüßten, was für ihn gut sei?
Das scheint fast unmöglich zu sein. Um den Patienten mündig zu machen, und zwar gegen die vehementen Bemühungen, ihn in Abhängigkeit zu halten, bedarf es einiger Anstrengungen. Einer der Versuche, den Menschen Mut zu machen, im Krankheitsfall selbst die geeigneten Methoden zum Gesundwerden zu finden, sind Inhalt des folgenden Buches:
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Bruno E. Prowaznik
Die Zwei-Klassen-Medizin
Ein Wegweiser durch den Supermarkt
der Heilsysteme
ISBN - 978-3-902346-21-6 - 198 Seiten Paperback - 16 x 23 cm -
€19,80
Was man bei uns auf Krankenschein bewilligt bekommt, ist zweifellos nicht wenig. Das wissen vor allem
jene fast 200.000 Menschen in Österreich, die ohne Krankenversicherung leben müssen. Dennoch bekommen wir von der Kassa nicht immer
das, was wir uns wünschen. Viele Menschen bevorzugen schon seit geraumer Zeit Behandlungen außerhalb der Schulmedizin, doch die gibt es nur
privat. Daher ist die Zwei-Klassen-Medizin lange schon Realität. |
Unser Gesundheitssystem hat aber auch noch andere Schönheitsfehler: Ein „Medizinkartell“ beherrscht den
Gesundheitsmarkt, und wir Patienten sind dabei vor allem die nützlichen Idioten, die der einschlägigen Branche
satte Gewinne garantieren. Dagegen zur Wehr setzen können wir uns kaum, denn die Lobbies der Medizin-Multis haben
alle Bereiche des Gesundheitssystems fest unter ihrer Kontrolle. Was können wir daher tun, um in diesem Chaos gesund
zu werden und gesund zu bleiben? Vor allem müssen wir die Sorge um unsere Gesundheit in die eigene Hand nehmen.
Wir müssen uns selbst informieren und uns weniger auf andere verlassen.
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Auch die Ärzte selbst sind oft Opfer des Systems und werden von der Pharma-Industrie und vom übrigen Medizin-Kartell missbraucht. Echt bedauernswert sind dennoch nur wenige. Die meisten richten es sich auf diese oder jene Weise, und das kann man ihnen im Grunde ja nicht einmal übel nehmen. Warum sollten ausgerechnet Ärzte im Durchschnitt bessere Menschen sein als der Rest der Welt?
Doch wir haben Angst! Angst vor Krankheit und Siechtum und Angst vor dem Tod. Und deshalb erliegen wir nur all zu leicht den Verheissungen und Versprechungen vieler Ärzte und glauben ihnen mehr, als uns gut tut.
Was wir daher wirklich brauchen, ist eine kritische Betrachtung der Schulmedizin ohne Vorurteile und fixe Ideen. Wir müssen Spreu vom Weizen scheiden. Vieles an der Schulmedizin ist unersetzbar. Dennoch dürfen wir nicht mehr vor den Göttern in Weiß auf den Knien rutschen. Wir müssen die Sorge für unsere Gesundheit in die eigene Hand nehmen. Denn niemand hat so großes Interesse daran , wie wir selbst.
Langsam beginnt es sich herumzusprechen, dass die Schulmedizin nicht das Alleinselig-machende ist. Dementsprechend bietet bereits ein Großteil der "Schulmediziner" zusätzlich auch alternativmedizinische Behandlungen an. Davon kann man sich ganz leicht überzeugen: Man besucht die Webseite der Wiener Ärztekammer: http://www.aekwien.or.at/997.py Dort findet man die Rubriken "Spezialgebiet" und "Diplome / Sonstige Tätigkeiten". Beide sind aufschlussreich.
Und wie nicht anders zu erwarten, gibt es auch auf dem "alternativen" Sektor schon jede Menge unseriöse Anbieter, die uns mit den seltsamsten Versprechungen das Geld aus der Tasche locken. Dazu braucht man etwa nur die Inserate auf den "Gesundheitsseiten" der diversen Printmedien etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Es muss also auch an der "Alternativ-" oder "Ergänzungsmedizin" vieles kritisch hinterfragt werden.
Im Buch "Die Zwei-Klassen-Medizin" wird versucht, den Leserinnen und Lesern Ratschläge zu geben, wie sie sich im "Supermarkt der Heilsysteme" besser zurecht finden können. Als Vorbereitung und Ergänzung dazu ist der Beitrag "Einige grundätzliche Überlegungen" gedacht.

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