Die Titel von Publikationen über Mozart sind kaum zu zählen. Im Mozartjahr 2006 kamen besonders viele dazu. Doch jetzt, mit einem wohltuenden Abstand, ist ein Buch erschienen, das in der langen Reihe von Mozartbüchern einzig dasteht. Es befasst sich mit nichts weniger als mit der intimsten Seite Mozarts, mit seinem Sterben und Tod.
Mit nahezu kriminalistischem Spürsinn und reichlich Akribie hat sich Professor – fast sollte man sagen Kommissar – Dr. Prowaznik auf die Suche nach dem Mörder Mozarts gemacht. Der Frage nach Mord oder krankheitsbedingtem Sterben wird von dem kundigen Musikprofessor ebenso nachgegangen, wie auch alle in Frage kommenden Verdächtigen auf Herz und Nieren geprüft werden. Dabei ist ihm Erstaunliches gelungen, hat er doch mit alten und immer wieder verbreiteten Klischees ein für allemal Schluss gemacht und sich nicht einmal gescheut, Indizien nachzugehen, die auf einen möglichen Selbstmord hindeuten könnten.
Im Text stehen die handelnden Personen so lebhaft und lebensnah vor uns, dass man kaum darum herumkommt, ihnen gegenüber Sympathie zu empfinden, oder sich von einigen von ihnen auch abzuwenden. Krimispannung liegt in der Luft, und überdies erfahren wir Details aus dem Leben Mozarts, die unser Wissen um das große Musikgenie noch um einiges erweitern. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Ein Buch, das man erst weglegt, wenn man es ausgelesen hat.
Dr. Hubert Zeinar, Kulturhistoriker
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